Kartographie im 19. Jahrhundert




Ab 1820

Durch die Aufhebung der Leibeigenschaft beginnt die Einrichtung von Erbpachthufen und -stellen, die die Neuordnung (Regulierung) und Zusammenlegung (Separation) der Hufen nach sich zog.

1826

Johann Heinrich von Thünen publiziert in seinem Werk "Der isolierte Staat..." kartographische Modelle, in denen die Verallgemeinerung der räumlichen Struktur in bildhafter Form vorgenommen wurde. Damit trug er zu der Herausbildung der "nichtklassischen" kartographischen Modelle bei.

1829

In Berlin erscheint die "Karte von Mecklenburg mit geognostischen Andeutungen".

Ab 1836

Ab 1836 erscheinen die Jahrbücher des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, in denen wiederholt Karten als Beilagen publiziert werden.

1838/39

Der Hauptmann Friedrich Karl Hartwig von Restorff gibt eine Karte Mecklenburgs als Beilage seines topographisch-geographischen Wörterbuchs des Herzogtums Mecklenburg in Bützow heraus. Das entsprechende Wörterbuch für Mecklenburg-Strelitz erscheint 1839.

1840

Von der dänischen Marine wird die mecklenburgische Küste vermessen.

1847

Friedrich Paschen weist einen systematischen Maßstabsfehler in der Schmettauischen Karte nach.

Um 1850

Der Neubrandenburger Privatgelehrte Ernst Boll erarbeitet zusammen mit dem Güstrower Pfarrer Löscher die "Wand-Karte der Großherzogthümer Mecklenburg Schwerin und Mecklenburg Strelitz...". Die Karte wurde in Rostock bei Tiedemann gedruckt.

1853

Am 17. Mai 1853 erteilt Großherzog Friedrich Franz II. die Anweisung zur mecklenburgischen Landesvermessung. Eine Landesvermessungskommission unter der wissenschaftlichen Leitung von Friedrich Paschen nimmt ihre Tätigkeit auf. Zunächst wurde mit dem Anlegen der trigonometrischen Netze begonnen, die die Grundlage für die topographische Aufnahme in 1:25 000 dienen sollte.

1863

Die topographische Aufnahme des nordwestlichen Teils Mecklenburgs in 1:25 000 wird in Angriff genommen, jedoch 1872 wieder eingestellt.

1865

In Schwerin wird für Vermessungen im Domanium das "Messungsbureau" eingerichtet, das ein Vorläufer des Landesvermessungsamtes ist.

1873

Es wird eine neue Vermessungsordnung herausgegeben, die im Domanium den Aufbau trigonometrischer Netze und den Anschluß an die Landesvermessung anordnete. Außerdem wird das Meter als verbindliches Längenmaß vorgeschrieben.

1874

Von dem "Bureau der Großherzoglichen Mecklenburgischen Landes-Vermessungs Commission" wird auf der Grundlage von trigonometrischen Aufnahmen und geometrischen Nivellements die "Spezialkarte der Umgegend von Schwerin" in 1:25 000 erarbeitet. Sie ist das erste mecklenburgische Kartenwerk, in dem das Relief mit Höhenlinien dargestellt wird. Eine Faksimileausgabe erschien 1992.

1877

Die topographische Aufnahme Mecklenburgs wird durch die Preußische Landesaufnahme weitergeführt. In den 80er Jahren erfolgt die Erarbeitung von Karten in 1:25 000 und 1:100000.

Meßtischblatt 1:25000 Nr. 505 Doberan (aufgenommen 1877) - 41 KByte

aus dem ersten thematischen Atlas Mecklenburgs; erschienen im Verlag Velhagen & Klasing, Bielefeld und Leipzig 1938


1882

Die Ergebnisse der mecklenburgischen Landesvermessung werden in vier Bänden publiziert.

1891

Wilhelm Jordan behandelt die konforme Kegelprojektion der mecklenburgischen Landesvermessung. Sie gilt als eine klassische Arbeit auf dem Gebiet der höheren Geodäsie.





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